Roth · Ortsteilprofil

Wallesau / Zwiefelhof: Ortsteilprofil, Wohnlagen und Immobilien

Wallesau und Zwiefelhof sind winzige Dorf-Ortsteile der Stadt Roth (PLZ 91154, Vorwahl 09171) im Fränkischen Seenland. Wallesau liegt etwa 6,5 km südlich der Rother Innenstadt (385 m ü. NN) und gehört verwaltungsmäßig teils zu Roth, teils zu Georgensgmünd. Zwiefelhof ist ein Weiler unmittelbar am Nordwestufer des Rothsees (390 m ü. NN), ca. 7,5 km von Roth entfernt. Beide Orte blieben jahrhundertelang agrarisch geprägt; 1972 (Wallesau) bzw. 1975 (Zwiefelhof) wurden sie nach Roth eingemeindet. Heute sind es ruhige Wohnorte mit wenigen Häusern und Ferienhöfen. Umgebung und Natur (Rothsee, Steiner Weiher, Naturschutzgebiet) prägen den Charakter, eine Nahversorgung vor Ort gibt es kaum. Wegen der Lage nahe Rothsee sind sie für Tourismus und Wohnen attraktiv, aber der Immobilienmarkt ist sehr klein (einzelne Einfamilienhäuser um 3.000–4.000 €/m², z.B. ~890 T€ für 235 m²).

Kurz einordnen

Wallesau / Zwiefelhof wird als eigene Rother Wohnlage eingeordnet.
Schwerpunkt: Mikrolage, Ortsbild, Infrastruktur, Wohnformen und Käuferlogik im Rother Stadtgebiet.
Für die Bewertung zählen konkrete Mikrolage, Baujahr, Zustand, Grundstück und Unterlagen.

Lagekarte

Redaktioneller Kartenausschnitt zur Orientierung im Rother Stadtgebiet. Mikrolage, Grundstück und Objektzustand müssen bei konkreten Immobilien adressgenau geprüft werden.

allesau und Zwiefelhof (Stadt Roth)

Wallesau und Zwiefelhof sind winzige Dorf-Ortsteile der Stadt Roth (PLZ 91154, Vorwahl 09171) im Fränkischen Seenland. Wallesau liegt etwa 6,5 km südlich der Rother Innenstadt (385 m ü. NN) und gehört verwaltungsmäßig teils zu Roth, teils zu Georgensgmünd. Zwiefelhof ist ein Weiler unmittelbar am Nordwestufer des Rothsees (390 m ü. NN), ca. 7,5 km von Roth entfernt. Beide Orte blieben jahrhundertelang agrarisch geprägt; 1972 (Wallesau) bzw. 1975 (Zwiefelhof) wurden sie nach Roth eingemeindet. Heute sind es ruhige Wohnorte mit wenigen Häusern und Ferienhöfen. Umgebung und Natur (Rothsee, Steiner Weiher, Naturschutzgebiet) prägen den Charakter, eine Nahversorgung vor Ort gibt es kaum. Wegen der Lage nahe Rothsee sind sie für Tourismus und Wohnen attraktiv, aber der Immobilienmarkt ist sehr klein (einzelne Einfamilienhäuser um 3.000–4.000 €/m², z.B. ~890 T€ für 235 m²).

Lage und amtliche Zuordnung

Wallesau und Zwiefelhof sind – wie alle Rother Stadtteile – Gemeindeteile der Stadt Roth im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Beide teilen sich die Postleitzahl 91154 (Roth) und Vorwahl 09171. Zwiefelhof liegt im Norden an der Nordwest-Seite des Rothsees, in der Gemarkung Birkach. Wallesau dagegen liegt südlich von Roth in der Gemarkung Wallesau (davon gehört der Hauptort zu Roth, andere Teile wie Mauk, Obermauk, Wernsbach zu Georgensgmünd). Die Einwohnerzahlen liegen bei etwa 53 (Zwiefelhof) bzw. 157 (Wallesau) (Stand 2018). Wallesau liegt auf ca. 385 m über Normalnull, Zwiefelhof auf ca. 390 m.

Geschichte und Entwicklung

Wallesau ist ein historisches Pfarrdorf („St. Gunthild“) mit Wurzeln im Hochmittelalter. Die ersten Lehensbriefe stammen aus dem 12.–14. Jh. und belegen eine Kapelle („Gotteshaus St. Gunthild“). 1439–1449 erweiterte der Markgraf von Ansbach die Kirche, 1562 raffte die Pest viele Einwohner dahin. 1633 wurde Wallesau während des Dreißigjährigen Kriegs komplett zerstört und erst ab 1653 durch Glaubensflüchtlinge aus Oberösterreich wieder aufgebaut. 1756/57 errichtete Pfarrer Holzmann die heutige barocke Dorfkirche (mit Emporen und Turmerhöhung). 1837 baute die Gemeinde ein neues Schulhaus; 1846 folgte die Innenrenovierung der Kirche. Im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen kam Wallesau am 1.1.1972 zu Roth. Wallesau ist historisch agrarisch geblieben – 1802 zählte man 30 Höfe, 200 Einwohner; bis 1925 stieg die Zahl nur auf 38 Gebäude, 175 Einwohner.

Zwiefelhof war ursprünglich ein winziger Weiler der Gemeinde Birkach („Oberbirkach“). Um 1808 erfasste das Urkataster drei Gehöfte unter diesem Namen. In den Folgejahrhunderten blieb Zwiefelhof rein landwirtschaftlich (1950: 3 Wohngebäude, 27 Einwohner; 1973: 25 Einwohner). 1975 wurde Zwiefelhof im Rahmen der Gebietsreform (Gemeindeedikt) nach Roth eingemeindet. Mit der Flutung der Rothsee-Hauptsperre (1992/93) wurde Zwiefelhof durch den anliegenden See touristisch aufgewertet. Heute dienen ein kleiner Ferienhof und ein Reitstall dem (saisonal geringen) Fremdenverkehr.

Demografie und Bebauung

Die beiden Ortsteile sind extrem klein: Wallesau (157 Einw. in 2018) hat nur einige Dutzend Häuser, Zwiefelhof (53 Einw. 2018) dagegen nur wenige Gehöfte. Beide Ortschaften weisen – typisch für fränkische Dörfer – niedrige Siedlungsdichte und überwiegend Einzelhäuser/Fachwerkhöfe auf. Wallesau zeigt ein geschlossenes Dorf mit Gutshof und Kirche im Zentrum; in Zwiefelhof stehen die Häuser auf einer kleinen Fläche nahe dem See. Die Felder, Wiesen und angrenzenden Waldflächen dominieren das Ortsbild. Eine Ortsansicht von Wallesau verdeutlicht den ländlichen Charakter (Kirchturm und Bauernhöfe):

*Blick auf Wallesau mit Pfarrkirche St. Gunthild (rechts) und typischen fränkischen Bauernhöfen.*

Wohngebäude sind zumeist altfränkische Bauernhäuser oder nachfolgende Neubauten im Landhausstil. Großsiedlungen oder moderne Etagenhäuser gibt es hier nicht – lediglich einige seltene Neubauten und Ferienhäuser. Die Einwohnerstruktur ist typisch rural (Familien, Senioren) mit geringem Zuzug; da keine Arbeitgeber im Ort, pendeln viele zum Arbeiten nach Roth oder Umgebung.

Infrastruktur und Verkehr

Wallesau und Zwiefelhof liegen relativ abgelegen und sind hauptsächlich über Landstraßen erreichbar. Die Fahrzeuge nutzen Ortsverbindungsstraßen, die jeweils zur Bundesstraße 2 führen (nach Hilpoltstein bzw. Eckersmühlen). Zur Autobahn A6 (Nürnberg–München) benötigt man etwa 20–30 Min. (über Hilpoltstein bzw. Georgensgmünd). Öffentlicher Nahverkehr ist sehr eingeschränkt: In Wallesau verkehrt nur die Stadtbuslinie 684 (Schulbusverkehr nach Roth, werktags) sowie ein Rufbus (LBT). In Zwiefelhof fährt ein Linienbedarfs-Taxi (Anrufbus) nach Birkach/Roth bzw. gelegentlich Bus 608 (Richtung Roth).

Wichtige Entfernungen: Roth-Zentrum erreicht man jeweils in rund 7–8 km. Parkmöglichkeiten gibt es z.B. am Rothsee-Parkplatz bei Zwiefelhof (als Ausflugstipp) und am Campingplatz Waldsee nahe Wallesau. Innerorts gibt es keine Parkhäuser oder Tiefgaragen – nur einfache Dorfparkplätze und ggf. private Stellplätze. Radwege und Wanderwege führen rund um den Rothsee und den Steiner Weiher (s.u.), allerdings direkt in den Ortsteilen selbst nur wenige ausgewiesene Radwege.