Schwabach · Stadtteilprofil

Vogelherd in Schwabach: Stadtteilprofil, Wohnlagen und Immobilien

Vogelherd liegt im Südwesten der kreisfreien Stadt Schwabach (Regierungsbezirk Mittelfranken, Bayern). Es grenzt unmittelbar an die Bundesautobahn A6 (Nürnberg–Heilbronn) im Norden. Im Westen und Nordwesten stoßen Waldflächen an (ehemaliger Staatswald Maisenlach), wodurch Vogelherd ein ländliches Umfeld hat. Im Süden und Osten grenzt es an weitere Wohngebiete (z.B. Forsthof, Falbenholz). Ein Stadtplan beschreibt Vogelherd als „nur wenige Straßenzüge – begrenzt von Autobahn, Bahngleis und der ehemaligen Sondermülldeponie“. Die nächste größere Straße ist die Rother Straße im Nordwesten, die Schwabachs Zentrum mit Gewerbe und Einkaufsmöglichkeiten verbindet. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Gewerbegebiet Falbenholz (mit dem ORO-Einkaufszentrum) sowie der Schwabacher Hauptbahnhof (8 Min. zu Fuß).

Kurz einordnen

Vogelherd wird als eigenständige Schwabacher Mikrolage eingeordnet.
Für die Bewertung zählen konkrete Straße, Baujahr, Zustand, Grundstück und Unterlagen.
Öffentlich verfügbare Daten liefern Orientierung, aber keinen pauschalen Objektpreis.

Lagekarte

Redaktioneller Kartenausschnitt zur Orientierung. Mikrolage, Grundstück und Objektzustand müssen bei konkreten Immobilien adressgenau geprüft werden.

Lage & Abgrenzung

Vogelherd liegt im Südwesten der kreisfreien Stadt Schwabach (Regierungsbezirk Mittelfranken, Bayern). Es grenzt unmittelbar an die Bundesautobahn A6 (Nürnberg–Heilbronn) im Norden. Im Westen und Nordwesten stoßen Waldflächen an (ehemaliger Staatswald Maisenlach), wodurch Vogelherd ein ländliches Umfeld hat. Im Süden und Osten grenzt es an weitere Wohngebiete (z.B. Forsthof, Falbenholz). Ein Stadtplan beschreibt Vogelherd als „nur wenige Straßenzüge – begrenzt von Autobahn, Bahngleis und der ehemaligen Sondermülldeponie“. Die nächste größere Straße ist die Rother Straße im Nordwesten, die Schwabachs Zentrum mit Gewerbe und Einkaufsmöglichkeiten verbindet. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Gewerbegebiet Falbenholz (mit dem ORO-Einkaufszentrum) sowie der Schwabacher Hauptbahnhof (8 Min. zu Fuß).

Nord: Bundesautobahn A6 (Ausfahrt Schwabach/Süd)

Ost: Übergang zum Stadtteil Forsthof/Falbenholz (Gewerbepark, Einkaufszentrum)

Süd/Südost: Wohngebiet mit geringen Höhenunterschieden

West: Waldfriedhof und große Waldgebiete (ehem. Staatsforst Maisenlach)

Geschichte & Entwicklungsphasen

1921/1922: Ausgliederung von Teilen der Nachbargemeinde Walpersdorf zur Schaffung der Siedlung Vogelherd (≈5,1 Hektar). Kurz darauf Flächenzubringer aus der Gemarkung Penzendorf.

Nachkriegszeit: Errichtung von Holzbaracken für Heimatvertriebene. Das Gebiet blieb lange kleinteilig mit vorwiegend Sozialbauten.

1954: Bau der katholischen Notkirche „Zur göttlichen Vorsehung“ am Igelsdorfer Weg (filialkirchlich zu St. Sebald, Nürnberg).

1970er–1980er: Vogelherd behielt vor allem seinen Siedlungscharakter; zeitweise gab es Überlegungen, hier Giftmüll aus Venezuela zu lagern – ein Projekt, das 1980er-Jahre-Bürgerprotesten zum Opfer fiel.

2000er: Die einstige Kirche wurde wegen Austrittsrückgangs geschlossen (2015 profaniert); sonst wenig neue Baugebiete.

2020er: Bestrebungen zum Erhalt und zur behutsamen Nachverdichtung (z.B. Bebauungspläne am Igelsdorfer Weg).

Ortsbild & Bebauung

Das Ortsbild von Vogelherd ist geprägt von Einzel- und Doppelhäusern sowie vereinzelten Reihenhauszeilen. Typisch sind ca. 50er- bis 70er-Jahre-Bauten mit Satteldächern, häufig weiß verputzt oder mit Putz in Pastelltönen. Es gibt kaum großmaßstäbliche Neubauten oder Altbauten (kein flächendeckender Denkmalbestand). Baugrundstücke liegen meist zwischen 500 und 800 m². Die Bebauungsdichte ist niedrig bis mittel – breite Nebenstraßen und Vorgärten lassen Raum für Grün.

Kirche „Zur göttlichen Vorsehung“ (Igelsdorfer Weg): Errichtet 1954, war 60 Jahre eine lokale Kapelle. 2015 profaniert (nicht mehr in Sakralgebrauch).

Grünflächen: Kleiner Spielplatz und Bolzplatz am Igelsdorfer Weg. Umlandspaziergänge bieten Wald- und Wiesenwege (nördlicher Bereich).

Straßenbild: Schmale Nebenstraßen ohne Durchgangsverkehr. Einige ältere Bäume und Sträucher in Vorgärten. Kein einheitlicher Architekturstil, aber geprägt vom Handwerker- und Siedlerbau.

Lärmbelastung: Hauptsächlich an der Autobahnseite spürbar, sonst ruhig.

Infrastruktur und Bebauung wurden lange nur behutsam angepasst (z.B. Umwandlung ehemaliger Freiflächen in kleine Baugebiete). Ein aktuelles Beispiel ist der Bebauungsplan „Igelsdorfer Weg – Vogelherd“ mit Grünordnungsplan (geplant: Mehrfamilienhaus auf ehemaligem Kirchen-Grundstück).

Infrastruktur & Alltag

Einkauf & Versorgung: Vogelherd selbst hat keine nennenswerten Läden. Die Bewohner nutzen Einkaufsmöglichkeiten in benachbarten Bezirken. Besonders wichtig ist die Rother Straße (2–3 Min. nördlich), wo es Supermärkte, Discounter, Bäcker (aktuell geschlossen), Apotheken und Postfilialen gibt. Kurze Wege ermöglicht auch die nahe ORO-Einkaufswelt im Gewerbegebiet Falbenholz. Lokal stellte ein kleiner Bäcker (in unmittelbarer Nähe) das Geschäft ein, ansonsten ist das Einkaufsangebot „in Fußweite“ befriedigend.

Bildung & Betreuung: Im Vogelherd selbst gibt es keine Schul- oder Kitastandorte. Kinder werden in umliegenden Stadtteilen betreut. Schwabach-Zentrum bietet mehrere Grund- und weiterführende Schulen (z.B. Johannes-Kern-Schule, Karl-Dehm-Mittelschule) – mit dem Bus 661 sind die Wege gut erreichbar. Kindertagesstätten (z.B. in Eichwasen oder Gartenheim) liegen wenige Kilometer entfernt.

Verkehrsanbindung: Die Buslinie 661 (Schwabach Eichwasen – Bahnhof – Vogelherd – Igelsdorf) erschließt den Ort mindestens halbstündlich. Fußweg zum Stadtbahnhof Schwabach (Anschluss nach Nürnberg/Grünstadt) beträgt ca. 8 Minuten. Parkplätze an den Häusern sind ausreichend; Verkehr warte ruhig mit Ausnahme der Autobahn-Anlieger. Die Rother Straße (B2) ist mit dem Auto in wenigen Minuten erreichbar.

Fuß- und Radwege: Vogelherd liegt gut über Nebenstraßen ans Radwegenetz angebunden: Ein Radweg entlang der A6/Forsthofstraße führt zum Stadtzentrum und in Richtung Nürnberg. Örtliche Gehwege sind gepflegt, die Wege zum nächsten Spielplatz (Igelsdorfer Weg) und in den Wald sind kurz und sicher. Insgesamt ist die Alltagsinfrastruktur befriedigend, wobei insbesondere der Weg zum Bahnhof als kurz angesehen wird.

Freizeit & Sport: Das Viertel selbst bietet einen Sport- und Spielplatzkomplex am Igelsdorfer Weg (Spielplatz, Bolzplatz). Vereine und Sportplätze (Fußball, Tennis) finden sich in benachbarten Ortsteilen (z.B. in Walpersdorf und Limbach). Parkanlagen gibt es nicht im unmittelbaren Viertel, aber der große Waldfriedhof Maisenlach und angrenzende Waldflächen fungieren als Grünraum.

Immobilienrelevante Aspekte

Immobilientypen: Hauptsächlich Einfamilien- und Doppelhäuser, teils Reihenhäuser. Vereinzelt gibt es kleinere Mehrfamilienhäuser (z.B. an Abzweigungen), jedoch keine größeren Neubauquartiere. Die Bausubstanz reicht vom Nachkriegsbau bis zu 70er-Jahre-Gebäuden. Moderne Neubauten sind selten.

Preisentwicklung: Da Vogelherd kein Expansionsgebiet ist, blieben Preissteigerungen moderat. Aktuelle Bodenrichtwerte (erschlossen) liegen bei etwa 590 € pro m² (Stand 2026). Analysen zeigen einen leichten Abwärtstrend seit 2021 (damals ≈655 €/m²). Für ein durchschnittliches 500–600 m²-Grundstück ergibt dies Angebotspreise um 300–400 T€.

Marktdynamik: Nur wenige Grundstücke werden jährlich angeboten (knapp 28 Objekte im Jahr, laut Immobilienstatistik). Die geringe Angebotslage sorgt für stabile Preise. Faktoren wie Grundgröße, Zustand (Renovierungsbedarf bei Altbauten) und “Lage” (Nähe zur Autobahn versus Waldlage) beeinflussen individuelle Preise stark. Altlasten spielen wegen der abgeschlossenen Müllproblematik keine spürbare Rolle mehr.

Zielgruppen: Vogelherd spricht eher Familien und Senioren an, die ein ruhiges Wohnumfeld suchen. Berufspendler schätzen die Nähe zur A6. Viele Anwohner wohnen seit Jahrzehnten hier (z.B. Einwohnerin Jahrgang 1952).

Bauvorschriften & Denkmalschutz: Es liegen keine bekannten Denkmalauflagen im Vogelherd vor. Eigentümer sollten darauf achten, dass Straßenzüge meist keine Fußwegebreite für hohen Ausbau haben – Um- oder Aufstockungen erfordern ggf. Sondergenehmigungen. Ältere Häuser (1950er/60er) können Modernisierungsbedarf (Dämmung, Fenster, Sanitär) haben. Ein aktuelles Beispiel (Innenverdichtung): Bebauungspläne zielen darauf, auf ehemaligen Kirchen- oder Freiflächen zusätzliche Wohngebäude zu errichten.

Quelle wichtiger Fakten: Laut städtischer Datenerhebung (Seniorenkonzept 2024) hatte Vogelherd 2022 exakt 1.039 Einwohner. Der Anteil der über 65-Jährigen lag 2022 bei 21,7 % (steigend). Der Bodenrichtwert entstammt öffentlich ausgewiesenen Daten. Weitere Details basieren auf örtlichen Bebauungsplänen und anerkannten Berichten.

Straßen und Adressen (Auswahl)

Wichtige Straßen im Stadtteil Vogelherd sind u.a.:

Igelsdorfer Weg: Hauptstraße im Vogelherd; hier befinden sich u.a. der Bolzplatz und das Gemeinschaftshaus (ehemaliges Kirchenareal).

Kienbühl: Wohnstraße mit Einfamilienhäusern, grenzt an Igelsdorfer Weg und führt ins innere Vogelherdgebiet.

Im Vogelherd: Seitenstraße nach der Gegend benannt; wenige Wohnhäuser.

Schwalbenweg: Verbindungsstraße zu rückwärtigen Häusern (teilweise Sackgasse).

Am Rother Sportplatz: Früher eine Zufahrt zum nahegelegenen Sportplatz (oberer Vogelherd-Bereich).

Orientierungspunkte & Einrichtungen

Spielplatz/Bolzplatz Igelsdorfer Weg: Kleiner Spielplatz mit Spielgeräten und angrenzendem Bolzplatz – Zentrum für Kinder und Jugendliche im Viertel.

Gemeinschaftshaus Vogelherd: In den Räumen der ehemaligen Kirche oder daneben finden gelegentlich kleine Veranstaltungen statt.

Ehemalige Kirche „Zur göttlichen Vorsehung“: Blickfang im Viertel (heute stillgelegt, Baujahr 1954).

Waldfriedhof Maisenlach: Etwas außerhalb (westlich über den Wald) – großer Friedhof mit Parkcharakter, beliebt für Spaziergänge.

Bahnhof Schwabach: Bedeutender Verkehrsknoten ~8 Gehminuten entfernt. Dort verkehren Regionalzüge nach Nürnberg, Roth, Herrieden.

ORO-Einkaufszentrum (Falbenholz West): Großes Einkaufs- und Freizeitcenter (nordöstlich, mit Supermarkt, Drogerie, Gastronomie etc.) – auch Vogelherdler nutzen es.